Ergebnisse 2019

Zevenheuvelenloop 1984 - 2018

Der NN Zevenheuvelenloop hat in den vergangenen 32 Jahren eine Vielzahl an Entwicklungen durchlebt. Gestartet als ‘kleiner Lauf’ mit 500 Teilnehmern ist der Lauf zur größten Veranstaltung, für die sich fast 40.000 Menschen anmelden, und mit dem Weltrekord bei den Männern  auch zur schnellsten 15 km-Laufwettbewerb der Welt, gewachsen

1984-1991: Die Anfänge

Der erste Zevenheuvelenloop wurde 1984 aus Anlass des ersten 5-jährigen Jubiläums der Studentenvereinigung „'t Haasje“ organisiert. Bei der Premiere waren 500 Teilnehmer am Start. Start und Ziel liegen bis 1992 noch in der Nähe des Uni-Campus. Niederländische Spitzenläufer, wie z. B. Klaas Lok, Tonnie Dirks (der „Kaiser des Zevenheuvelen“), Carla Beurskens, Gerard Nijboer und Marti ten Kate bereiteten den Weg für internationale Laufstars, die sich ab 1993 auf die Strecke begaben.

1992-1999: Wachstum

1992 kommen die Organisatoren den mit dem Zug anreisenden Läufern entgegen und verlegt die Strecke in die Nähe des Bahnhofs und somit ins Stadtzentrum von Nimwegen. 1993 ist vielleicht das wichtigste Jahr in der Geschichte des Laufs: Der erste Test mit dem ChampionChip. Es auch das Jahr, in dem der Olympiasieger über die 10.000 Meter in Barcelona, Khalid Skah, im Schnee an den Start ging. Ab diesem Jahr sorgte Jos Hermens’ Global Sports Communication dafür, dass von nun an jedes Jahr absolute Weltklasseläufer und Läuferinnen teilnehmen. 1994 war erstmalig Haile Gebrselassie (damals bereits Weltmeister und Weltrekordhalter) am Groesbeekseweg dabei. Jedes weitere Jahr erlebte die Veranstaltung eine stürmische Entwicklung. Lediglich die Jahre 1998 und 1999, in denen der Lauf vom Herbst auf das Frühjahr verlegt wurde, erlebten einen leichten Rückgang.

2000-2007: Der erste Weltrekord

Die Rückverlegung auf den Herbst wurde 2000 mit einer Gratis-Startnummer gefeiert. Gleichzeitig bedeutete die Rückverlegung des Zevenheuvelenloop auch die Rückkehr auf die vorherige Wachstumskurve. 2001 pulverisierte Felix Limo in Nimwegen den 15 km-Weltrekord auf 41:29 Minuten. Im Jahr darauf verzichtete man jedoch auf die Einladung von Stars der Laufszene, sodass bei dieser Auflage einmalig keine internationalen Spitzenläufer dabei waren. Das Budget hierfür wurde vollständig dem Seven Hills-Talentteam von Has van Cuijk, mit Susan Kuijken als absolutes Zugpferd, zur Verfügung gestellt.

2008: Die 25. Auflage

Die 25. Auflage verzeichnete den 250.000. Finisher, dem dank des ChampionChip auch gleich ein Strauß Blumen überreicht werden konnte! Diese Auflage wurde nun auch zum Anlass für eine verbesserte Nachhaltigkeit genommen, sodass dieser schönste Herbstklassiker der Niederlande auch in den kommenden 25 Jahren von allen Teilnehmern genossen werden kann. Und was das Spitzenfeld anging: Hier konnte die Jubiläumsauflage mit dem Kenianer Bekele einen Publikumsmagneten von Weltformat begrüßen. Allerdings war er außer Stande, eine Topleistung zu bringen: Eine hartnäckige Verletzung verhinderte einen Rekord und sogar den Sieg. Nach Ayele Abshiro  und Isaac Kirprop  wurde Bekele Dritter.

2009 & 2010: Weltrekorde

Bei zwei Auflagen nacheinander konnte ein Weltrekord gefeiert werden. Tirunesh Dibaba (Äthiopien) zog 2009 bei ihrem ersten ernsthaften Straßenlauf allen davon und lief mit 46:28 Minuten einen neuen Weltrekord. Bei den Männern holte Ihr Ehemann, Sileshi Shine, Sieger der Jahre 2004 und 2007, den Sieg nach Fotofinish. Im Jahr 2010  dann waren die Männer an der Reihe. Neun Jahre nach dem Rekordrennen von Felix Limo war es an Leonard Komon, der mit der Konkurrenz eben jenes Limo einen fantastischen Weltrekord in Nimwegen aufstellte. Nach genau 41 Minuten und 13 Sekunden lief Komon wieder in den Groesbeekseweg ein.

2011: Haile

2011 kehrte Haile wieder nach Nimwegen zurück. In jenem Jahr gab es zwar keinen Weltrekord, aber einen glänzenden Sieg des (wahrscheinlich immer noch) größten Leichtathleten aller Zeiten: Haile Gebrselassie.  Dieser kleine große Mann zog nicht nur eine große Öffentlichkeit an, auch das Rennen hatte bis zu dieser Auflage noch nie so viele Athleten begrüßen dürfen: 26.087, um genau zu sein.

2012: Weltrekordhalter

Bei der 29. Auflage standen sowohl der Weltrekordhalter bei den Männern, Leonard Komon, als auch die bei den Frauen, Tirunesh Dibaba, am Start. Zählt man bei den Frauen noch die damalige Marathon-Olympiasiegerin Tiki Gelana dazu, dann kann man sogar vom bestbesetzten Zevenheuvelenloop aller Zeiten sprechen. Auch von den Zahlen her ein voller Erfolg, mit 26.440 Teilnehmern gingen so viele wie noch nie zuvor ins Rennen. Bei den Frauen gewann Rekordhalterin und Olympiasiegerin Dibaba auf überzeugende Art und Weise. Sie verwies ihre Landsfrau Gelana deutlich auf den zweiten Platz. Für Komon lief das Rennen weniger glücklich. Er musste klar und deutlich seinem Landsmann Nicholas Kipkembpoi den Vortritt lassen.

2013: 30. Auflage

Die 30. Auflage war eine äußerst denkwürdige. Um dem Jubiläum ein Extra an Glanz zu verleihen, wurde am Samstagabend, vor dem Zevenheuvelenloop die “Zevenheuvelennacht” veranstaltet, für die sich ca. 9.000 Läuferinnen und Läufer angemeldet hatten. Dieser Nachtlauf war ein voller Erfolg. Eine stimmungsvolle Beleuchtung (das Licht für die extra aufgestellten Laternen wurde von Radfahrern auf Rollentrainern erzeugt) und sphärische Musik sorgten unterwegs für ein besonderes Ambiente. Auch am Ziel hatte sich eine große Anzahl an Menschen eingefunden, die für eine ausgezeichnete Stimmung sorgte. Aber auch der Sonntag war ein besonderes Fest. Frühere Gewinner des Zevenheuvelenloop waren eingeladen worden, um noch einmal gegeneinander anzutreten. Illustere Namen wie Felix Limo, Ingrid Kristiansen, Tirunesh Dibaba, Leonard Komon, Tonnie Dirks und viele anderen kamen gerne noch einmal nach Nimwegen. Beim Kampf um den ersten Platz war es dann Komon, der den anderen einen Schritt voraus war. Bei den Frauen war es, wie erwartet, Tirunesh Dibaba, die ihrem Ruf vollends gerecht wurde.

2014: Märchenhaft

Am Samstagabend vor dem 15 km-Lauf fand die 2. Auflage der Zevenheuvelennacht statt. Dieser 7 km-Lauf zeichnete sich durch eine ganz besondere Atmosphäre aus, vor allem, weil die Strecke durch einen “Märchenwald” ging. Durch klassische Musik und märchenhafte Beleuchtung war dieser Lauf für die 7.000 Teilnehmern ein besonderes Erlebnis. Bei den 15 Kilometern am Sonntag siegten Abera Kuma und Priscah Jeptoo. Bei den Frauen beendete Jeptoo die bereits seit 9 Jahren anhaltende äthiopische Vorherrschaft. Khalid Choukoud, der schnellste Niederländer, verpasste den Landesrekord um lediglich 5 Sekunden. Bei den Frauen war Jamie van Lieshout überraschend die beste Niederländerin.

2015: Stürmisch

Der 32. Zevenheuvelenloop war trotz des starken Windes und Regens ebenfalls eine gelungene Veranstaltung. Der Herbstklassiker hatte mit schwierigen Wetterverhältnissen zu kämpfen, die einige Anpassungen erforderlich machten. So musste die 2. Hälfte des Teilnehmerfelds kurz nach der 11 km-Marke um einen umgestürzten Baum umgeleitet werden. Die ersten Plätze gingen an Joshua Cheptegei und Yenenesh Tilahun. Bei den Männern gewann Cheptege mit 42:39 Minuten. Bei den Frauen setzte sich Tilahun erst auf den letzten Metern gegen die Niederländerin Jip Vastenburg durch. Beide erzielten jeweils eine Zeit von 50:05 Minuten. Der starke Wind machte es allen Läufern und Läuferinnen schwer zu schaffen. Besonders beeindruckend war dieses Mal die Schweigeminute am Start für die Opfer des Terroranschlags von Paris. Als schnellste Niederländer kam dieses Mal Abdi Nageeye ins Ziel. Die Teilnehmer der Zevenheuvelennacht bestritten ihren Lauf im Dunkeln und bei Regen. Eine stimmungsvolle Beleuchtung, Tiergeräusche vom unterstützen Verein „Natuurmonumenten“ entlang der Strecke, Dudelsackspieler und Leuchten tragende Läufer sorgten in dieser Nacht für eine besondere Atmosphäre.

2016: Starker Wind und starke Zeiten

Wie im Jahr zuvor stand auch die 2016er-Auflage des Laufs ganz im Zeichen der Witterungsbedingungen. Dennoch konnten trotz des starken Winds gute Leistungen verzeichnet werden. Joshua Cheptegei, der seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte, lief mit 42:08 Minuten die zehntbeste Zeit in der Geschichte des Zevenheuvelenloop. Und Abdi Nageeye, der schnellste Niederländer, verpasste seinen eigenen Landesrekord um 16 Sekunden. Bei den Frauen debütierte die Nimwegerin Susan Krumins, die gleich bei ihrem ersten Lauf siegen konnte. Sie lief 49:30 min.

2017: Superzeit für Joshua Cheptegei

Bei den Männern war Joshua Cheptegei unbesiegbar. Er kam bis auf drei Sekunden an den Weltrekord heran und erreichte die Ziellinie in einer phänomenal schnellen Zeit von 41:16 min. Bei den Frauen lieferten sich vier Läuferinnen bis kurz vor dem Ziel ein spannendes Rennen. Am Ende setzte sich Birke Debele durch und gewann in 48:50 min. Für die vielen Tausenden Hobbyläufer waren die Witterungsverhältnisse dieses Mal nicht stürmisch, sondern abwechselnd, denn der ständige Wechsel von Sonne und Regen sorgte für tolle Bilder.

2018: Weltrekord für Joshua Cheptegei

Bei seiner vierten Teilnahme gelang Joshua Cheptegei ein fantastischer Weltrekord: 41:05 Minuten. Die ersten 10 Kilometer lag der viermalige Gewinner des NN Zevenheuvelenloop noch hinter dem Weltrekordplan zurück, aber eine sehr schnelle 5 km-Zeit von 13:11 min. reichte am Ende aus, um die neue Weltbestzeit für sich zu verbuchen. Die Schnellste bei den Frauen war Stella Chesang mit 47:19 Minuten. Susan Krumins lief für heimisches Publikum in einer Spitzenzeit von 47:41 min. auf den dritten Platz.

 

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